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Lange Tage, laue Nächte und die langersehnten Sommerferien
rücken immer näher.
In diesem Zusammenhang darf seit nunmehr 3 Jahren das
Sommertheater der Schauspielgruppe „Schpüler“
nicht fehlen.
Erneut hatten die Schüler und Schülerinnen und auch einige
Lehrer des Gymnasiums viel Freizeit und Mühe investiert, um den Besuchern ein
anspruchsvolles Theater bieten zu können.
Mit Friedrich Dürrenmatts „Die Physiker“ wurde in diesem Jahr ein Kriminalstück aufgeführt,
was eine bewusste Entscheidung gegen eine Liebeskomödie von Shakespeare war,
mit denen die „Schpüler“ in den letzten Jahren zwar Erfolge feierten.
Nun konnten sie vom 13. 7. bis zum 15. 7. in 3
Abendvorstellungen aber auch ihre Vielseitigkeit beweisen und das sie es
verstehen, auch etwas tiefgründigeren Stoff und eine Prise schwarzen Humor
unterhaltsam darzubieten.
Ein Salon des Sanatoriums „Les Cerisiers“ ist Ort des
Geschehens.
Drei vermeintlich verrückte Physiker - Felix Donhoff als Beutler, Florian Goesche als Ernesti,
Robert Briest als Möbius – sind
die letzten Insassen der überholten Anstalt, in welcher auf Wunsch von Frl. Dr.von Zahnd (Lena – Marie Bremer)
nur weibliches Pflegepersonal arbeitet.
Dies ändert sich, nachdem die Physiker aus verschiedenen
Beweggründen jeweils „ihre“ Krankenschwester töten.
Dadurch kommt nicht nur die Polizei ins Spiel (u.a. Torsten
Streidt als Inspektor), sondern auch drei neue Pfleger, dargestellt durch die
„muskelbepackten“ Lehrer Thomas Grießbach, Thomas Neuschulz und Thomas Wenzel.
Ein Dilemma für die Physiker, welche in der Zwischenzeit
ihre wahre Identität offenbarten.
So gaben Beutler und Ernesti im Auftrag zweier
konkurrierender Geheimdienste nur vor, verrückt zu sein, um an den „genialsten
Physiker aller Zeiten“ - Möbius - zu
gelangen, der durch sein Wissen eine Gefahr für die Menschheit darstellt und
deshalb vorgibt, der König Salomon erschiene ihm regelmäßig, was ihn zu einem
Fall für die Anstalt werden lässt.
Dadurch verzichtet er auf seine Familie, auf Ruhm und auf
Freiheit, um dieses Wissen nicht in die falschen Hände gelangen zu lassen – man
denke nur an Einstein und die Atombombe.

Davon kann er auch die beiden Agenten Beutler und Ernesti
überzeugen, die zudem nur durch ihre „Verrücktheit“ vor einer Strafe für ihre
Morde geschützt sind.
Als ihre Tarnung allerdings auffliegt, wird klar, dass in
Wahrheit die Leiterin der Anstalt, Frl. von Zahnd die Verrückte ist und die
Bemühungen, das Wissen um die größten physikalischen Geheimnisse und deren
Macht geheim zu halten, sind vergebens.
Zum Teil war das ziemlich schwere Kost, die zum Nach- und
Mitdenken anregt, durch Details in der Darbietung der Rollen aber aufgelockert
wurde und auch für so manches Gelächter sorgte.
Somit haben die „Schpüler „ erneut schauspielerisches Talent
bewiesen und auch der Nachwuchs in der Theatergruppe hat seine Feuertaufe
bestanden und wurde nach der Vorstellung offiziell als „Schpüler“
ausgezeichnet, So darf man sich bestimmt darauf freuen im nächsten Jahr Anna
Leuschner, Felix Donhoff, Lisa Sücker, Lisa Francke, Anne Sommer, Isabell
Köhler und Mandy Steinbach zu sehen.
Von den anderen Darstellern mussten wir uns in diesem Jahr
leider verabschieden, denn neben den bereits genannten absolvierten auch Katrin
Skibbe und Jessica Thieme ihr Abitur und verlassen das Gymnasium.
Damit bleibt nur zu sagen, dass man der jetzt bestehenden
Schauspielgruppe viel Erfolg wünscht und dass sich ihnen mit etwas Glück auch
neue „Schpüler“ aus den unteren Klassen anschließen, so dass diese lieb
gewonnene Tradition des Sommertheaters in Weferlingen bestehen bleibt.
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