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Es durfte wieder getratscht werden! PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Karin   
Sonntag, 24. Juni 2007

Tee und Tratsch in WeferlingenAm kalendarischen Sommeranfang, dem 21. Juni, traf man sich erneut zu „Tee und Tratsch" in der Bibliothek, um einige gesellige Stunden zu verbringen. Das wechselhafte und etwas kühlere Wetter brachte die Organisatoren von „Tee und Tratsch" zwar um ihre Idee, gemeinsam im Freien zu sitzen und einen lauen Sommerabend zu genießen. 

 

Dennoch ließen sich bis zu  40 Interessierte nicht davon abhalten, zur Bücherei zu kommen, um einem Vortrag von Bruno Schmidt zur  Schulgeschichte unserer Region - vor allem in Weferlingen - zu lauschen, um sich am danach folgenden Gespräch zu beteiligen oder auch einfach, um die Eindrücke aus der Vergangenheit bei einem Stück Kuchen, Knabbereien und Bowle wirken zu lassen.

Bereits 17.45 Uhr trafen die ersten Gäste noch während der Vorbereitungen zu „Tee und Tratsch" ein und 18.35 Uhr - 5 Minuten nach offiziellem Beginn, mussten zusätzliche Tische herbeigeholt werden, um auch allen Besuchern einen schönen Platz anzubieten.

Nachdem man sich begrüßt und ein jeder seinen Platz gefunden hatte, begann B. Schmidt gegen 19.00 Uhr mit seinen Ausführungen.

Anknüpfend an die beiden kürzlich gefeierten Jubiläen der Grund - und Planschule erfuhr der aufmerksame Zuhörer, dass bereits im Zuge der Reformation, also im 16. Jahrhundert in Weferlingen Schulunterricht erteilt wurde. Dabei war es zumeist der Küster der Kirche, der den Kindern vor allem das Lesen beibrachte, aber auch Unterricht im Katechismus erteilte.

 

In Weferlingen wohnten 1792 bereits 200 Kinder mehr oder weniger dem Unterricht bei, was soviel bedeutet wie: „ . . im Winter kamen die Kinder selten und im Sommer gar nicht!" Dies hing natürlich mit den Verpflichtungen der Kinder auf den elterlichen Höfen aber sicher auch mit dem am häufigsten gebrauchten Unterrichtsmittel: dem Rohrstock zusammen. Daran konnten auch die 8 - 12 Groschen Schulgeld die man zahlen musste, nichts ändern.

Nach der Industrialisierung und dem Bau der Zuckerfabrik legten vor allem die etwas betuchteren Bewohner Weferlingens immer mehr Wert auf Bildung, was den Flecken als Schulstandort weiterhin erhielt.

So kamen die Gäste in der Bibliothek recht schnell auch auf eigene Erinnerungen aus ihrer Schulzeit zu sprechen und so manche Anekdote förderte längst vergessen Geglaubtes wieder zutage.

Nachdem Horst Tober einige abschließende Worte zum  Thema der Kulmbach - Bayreuthschen Stiftung machte, konnte weiter über das Gehörte geplaudert werden.

 

Die Erzählfreudigkeit der Anwesenden lässt auf Gutes hoffen für den nächsten „Tee und Tratsch" im August und auch wer bisher noch nicht dabei war, ist weiterhin gern dazu eingeladen, seine Erinnerungen mit Anderen zu teilen oder auch einfach nur etwas über die Geschichte des Fleckens zu erfahren.