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Am kalendarischen Sommeranfang, dem 21. Juni, traf man sich
erneut zu „Tee und Tratsch" in der Bibliothek, um einige gesellige Stunden zu
verbringen. Das wechselhafte und etwas kühlere Wetter brachte die Organisatoren
von „Tee und Tratsch" zwar um ihre Idee, gemeinsam im Freien zu sitzen und
einen lauen Sommerabend zu genießen.
Dennoch ließen sich bis zu 40 Interessierte nicht davon abhalten, zur
Bücherei zu kommen, um einem Vortrag von Bruno Schmidt zur Schulgeschichte unserer Region - vor allem in
Weferlingen - zu lauschen, um sich am danach folgenden Gespräch zu beteiligen
oder auch einfach, um die Eindrücke aus der Vergangenheit bei einem Stück
Kuchen, Knabbereien und Bowle wirken zu lassen.
Bereits 17.45 Uhr trafen die ersten Gäste noch während der
Vorbereitungen zu „Tee und Tratsch" ein und 18.35 Uhr - 5 Minuten nach
offiziellem Beginn, mussten zusätzliche Tische herbeigeholt werden, um auch
allen Besuchern einen schönen Platz anzubieten.
Nachdem man sich begrüßt und ein jeder seinen Platz gefunden
hatte, begann B. Schmidt gegen 19.00 Uhr mit seinen Ausführungen.
Anknüpfend an die beiden kürzlich gefeierten Jubiläen der
Grund - und Planschule erfuhr der aufmerksame Zuhörer, dass bereits im Zuge der
Reformation, also im 16. Jahrhundert in Weferlingen Schulunterricht erteilt
wurde. Dabei war es zumeist der Küster der Kirche, der den Kindern vor allem
das Lesen beibrachte, aber auch Unterricht im Katechismus erteilte.
In Weferlingen wohnten 1792 bereits 200 Kinder mehr oder
weniger dem Unterricht bei, was soviel bedeutet wie: „ . . im Winter kamen die
Kinder selten und im Sommer gar nicht!" Dies hing natürlich mit den
Verpflichtungen der Kinder auf den elterlichen Höfen aber sicher auch mit dem
am häufigsten gebrauchten Unterrichtsmittel: dem Rohrstock zusammen. Daran
konnten auch die 8 - 12 Groschen Schulgeld die man zahlen musste, nichts
ändern.
Nach der Industrialisierung und dem Bau der Zuckerfabrik
legten vor allem die etwas betuchteren Bewohner Weferlingens immer mehr Wert
auf Bildung, was den Flecken als Schulstandort weiterhin erhielt.
So kamen die Gäste in der Bibliothek recht schnell auch auf
eigene Erinnerungen aus ihrer Schulzeit zu sprechen und so manche Anekdote
förderte längst vergessen Geglaubtes wieder zutage.
Nachdem Horst Tober einige abschließende Worte zum Thema der Kulmbach - Bayreuthschen Stiftung
machte, konnte weiter über das Gehörte geplaudert werden.
Die Erzählfreudigkeit der Anwesenden lässt auf Gutes hoffen für den
nächsten „Tee und Tratsch" im August und auch wer bisher noch nicht dabei war,
ist weiterhin gern dazu eingeladen, seine Erinnerungen mit Anderen zu teilen
oder auch einfach nur etwas über die Geschichte des Fleckens zu erfahren.
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