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Für viele Menschen, die vor der Grenzöffnung in der ehemaligen DDR gelebt haben, war es "Gang und Gebe" seine alten Zeitungen, Gläser, Flaschen, Textilien und auch Altmetall zur sog. "Altstoffannahmestelle" zu bringen.
Heute kann man diese "Altstoffannahmestelle" auch als Recyclinghof bezeichnen. Der Unterschied ist nur, dass man früher dafür finanziell entlohnt wurde, heute jedoch für dieses Entsorgen meistens Geld bezahlen muss.
Zu DDR-Zeiten kam regelmäßig einmal im Monat ein Schrotthändler
aus Calvörde um Altmetall mit seinem LKW abzuholen.
Viele Bürger aus
Weferlingen und Umgebung fanden sich bereits in den frühen
Morgenstunden an den Annahmestellen ein. So bildeten sich sogar hier
lange Schlangen, obwohl man gar nichts kaufen wollte.
So zog auch der Weferlinger Michael Bürig vor ungefähr 25 Jahren mit
seinem Handwagen los, um ebenfalls Altmetall beim Schrotthändler
abzugeben. Damals war die Sammelstelle am Rathaus in Weferlingen.
Vor ihm in der scheinbar endlosen Schlange stand Maria Rath von der
Druckerei Rath. In ihren Kisten befanden sich u.A. Buchstaben der
Druckwalzen.
Durch einen kurzen Augenblick der Unaufmerksamkeit verschwanden plötzlich zwei dieser Stempel aus ihren Kisten.
Auf dem einen ist eine Eiche als Weferlinger Wappen und auf dem anderen Stempel die Buchstaben "JP" - als Zeichen für Jungpionier zu sehen.
Diese sind nun wieder aufgetaucht und nach so vielen Jahren dem Heimat- und Apothekenmuseum übergeben worden.
Vielen Dank gilt Hr. Bürig, der solche historischen Überbleibsel nicht
als seine eigenen Schätze behält, sondern der Allgemeinheit zur
Verfügung stellt.
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