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Freitag, 11. Juli 2008
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Wo die Geschichte mehrere Generationen vereint
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markgrafenfest_weferlingen_2008_1 Die Weferlinger Markgrafenfamilie aus dem 18. Jahrhundert wie auch Kirschkönigin und Kirschprinzessinnen aus dem 21. Jahrhundert zogen die Blicke der Gäste beim Weferlinger Markgrafen-Fest an. Geschichte und Gegenwart verwoben sich zu einem bunten Fest, einem Gemeinschaftswerk der Weferlinger Vereine.

"Gibt es im nächsten Jahr wieder solches Fest?" – das ist eine der häufigsten Fragen, die in diesen Tagen an die Akteure des Markgrafen- Festes gerichtet werden. Doch darauf gibt es noch keine Antwort. Alle sind zunächst einmal froh, dass sie dieses Fest so gut bewältigt haben. Am Sonntag hat sich gezeigt, was möglich ist, wenn die Weferlinger Vereine an einem Strang ziehen. Vorbereitet wurde das Fest in Regie der Arbeitsgruppe Fachwerkstraße und des Bürgervereins Fachwerk.

Die Mobseys waren beim Fest eine Riesenhilfe. Die meisten Vereine des Fleckens halfen mit und besetzten Stände. Besonders viel Ideen und Tatkraft investierten die Mobseys, junge Leute aus dem Ort, die nicht nur Partys ausrichten.

Grundschüler und einige Gymnasiasten hatten ein tolles Stück über das Ein besonderer Höhepunkt des Festes war das etwa einstündige Programm der Grundschule, das die Lehrerin Petra Schiemann organisiert hatte. Sie hatte nach einem eingehenden Studium historischer Dokumente ein Stück geschrieben, in dem das Leben des Markgrafen in mehreren Szenen nachgestaltet wurde. Die Kinder haben so fleißig ihre Rollen gelernt, dass die Zuschauer richtig ins Staunen kamen. Eingebunden in das Stück waren auch einige Gymnasiasten, die zuvor die Weferlinger Grundschule besucht hatten.

Für diese Aufführung hatte Petra Schiemann den im vergangenen Jahr gegründeten Chor der Generationen wieder aktiviert. Er ist inzwischen noch gewachsen, die Sängerinnen und Sänger sind zwischen 8 und 81 Jahre alt. Den Schauspielern wie den Chorsängern war die Freude anzumerken. Und das galt auch für die Tanzgruppe „Popkörnchen“ unter der Leitung von Angelika Hantke. Leider gab es bei dieser Aufführung einige technische Probleme mit den Headsets.

Ursprünglich war vorgesehen, das Programm der Grundschule zwei Mal aufzuführen, doch das war bei dem engen Zeitplan einfach nicht machbar. Die Zuschauer konnten sich aber zumindest nochmal über den tollen Chor der Generationen freuen, der mit viel Schwung erneut anstimmte.

Die Theatergruppe des Freiherr- vom-Stein-Gymnasiums ließ es sich nicht nehmen, das Fest mit einer Szene aus dem diesjährigen Stück "Pension Schöller" zu bereichern. Am Abend hatten "Die SchPüler" auf dem Schulhof dann noch einmal ein ausverkauftes Haus.

Am Fest beteiligt war ebenso die Kindertagesstätte "Allerspatzen" der Seniorenhilfe. Die Mitarbeiterinnen hatten einen Bastelstand aufgebaut und betreuten das Kirschkernweitspucken, einen der zahlreichen Wettbewerbe auf diesem Fest, die auch allesamt sehr große Resonanz fanden.

Nur beim Wettbewerb um die originellste Vogelscheuche war die Ausbeute mager. Lediglich Ellen Hähnel aus Everingen hatte eine Vogelscheuche zur Bewertung gebracht, die war allerdings tatsächlich originell, so dass sie den Pokal des Bürgermeisters zu Recht erhielt. 

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Hingucker bei diesem Jubiläumsfest war unbestritten das Bühnenprogramm. Was sich da auf der Bühne – technisch unterstützt vom DJ Denni – ereignete, versetzte die Zuschauer immer wieder in Erstaunen. Da erschien nicht nur der Markgraf Friedrich Christian von Kulmbach Bayreuth, sondern noch ein großer Teil seiner Familie. Lutz Otto Westphal hatte sich in die Rolle des Markgrafen richtig eingelebt und plauderte den Tag über munter aus seiner Geschichte.