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Gelungene Premiere für den Aller-Elbe-Radweg PDF Drucken E-Mail
Sonntag, 4. Mai 2008

markgraf_westphal„So groß waren zu meinen Zeiten die Fische in der Aller“, versicherte Markgraf Friedrich Christian von Kulmbach- Bayreuth in Weferlingen, als er gestern früh einen Tonfi sch mit zwei Litern Allerwasser füllte. Der Markgraf wird im Juli 300 Jahre alt. Der Begründer des Fahrrads, so berichtete er, sei erst 77 Jahre nach ihm geboren. Der Markgraf übergab den Fisch mit dem Allerwasser an Wolfgang Schramm, den Vorsitzenden des Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) in Sachsen- Anhalt.

Schramm fuhr gestern die gesamte Strecke auf dem Aller-Elbe-Radweg von Weferlingen bis zum Schiffshebewerk Magdeburg. Die meisten der anderen Teilnehmer fuhren jeweils eine Etappe. Die erste führte von Weferlingen nach Flechtingen. Dort begrüßte die Waldfee des Flechtinger Höhenzuges die gut 30 Radler an der Wassermühle, offerierte ihnen die Sehenswürdigkeiten und lud zum Wiederkommen ein. In Haldensleben, dem nächsten Etappenort, warteten bereits Tempelritter und Stadtführer in historischen Gewändern am Stendaler Turm, um die Radfahrer zu begrüßen und zu beköstigen. Dezernent Henning Konrad Otto übernahm den Fisch und fuhr mit seiner Familie auf der nächsten Etappe mit. Weiter ging es nach Groß Ammensleben, wo an der Schlossdomäne der letzte Staffelwechsel vollzogen wurde.

Endziel der Aller-Elbe- Spritztour war das Schiffshebewerk. Hier fand der große Aktionstag zum Erhalt des technischen Denkmals statt. Dadurch hatte die mittlerweile 40 Mann starke Radlertruppe im wahrsten Sinne des Wortes eine große Bühne.

Hunderte von Besuchern des Festes spendeten herzlichen Beifall, als Moderator Wolfgang Buscher die „Etappenritter“ und ihr Anliegen vorstellte. Bereits die Augen ausgeschaut hatten sich die Bördekönigin Sylvia I aus Oschersleben und Irene Mihlan vom Tourismusverband Elbe- Börde-Heide. Die Gäste hatten fast 50 Minuten Verspätung. „Wir haben uns verschätzt. Es galt ja nicht nur die 70 Kilometer zu bewältigen, die Staffelwechsel kosteten ja auch Zeit“, erklärte Astrid Seifert von der Stadtverwaltung Haldensleben. Dann bekam eine kleine Abordnung Zutritt auf das Betriebsgelände des Schiffshebewerkes, um die zwei Liter Allerwasser unter dem Klicken zahlreicher Kameras und Applaus langsam in die Elbe zu gießen. „Es ist geschafft. Ich denke, die beiden Wässerchen werden sich gut vertragen“, so Schramm.

 

Quelle: Volksstimme 02. Mai 2008