|
Am Tag der Deutschen Einheit
herrschte reger Trubel im "Freiherr vom Stein Gymnasium" des Flecken Weferlingen.
Der Förderverein des Gymnasiums und die Schulleitung hatten zu diesem Termin
ehemalige Abiturienten eingeladen. Und so waren aus ganz Deutschland 120 Gäste
erschienen, die das Abitur bis 1962 abgelegt hatten.
Danach konnte kein Abitur
mehr abgelegt werden, da Weferlingen mit der Grenzschließung im Sperrgebiet
war. Die Schulleiterin des der Schule, Frau Cornelie Wahner - Willems, hatte
die ehrenvolle Aufgabe, die zahlreichen Ehemaligen in der Aula zu begrüßen.
"Ich
danke ihnen, dass sie sich auf den Weg zu uns gemacht haben. Und das an diesem
für uns denkbar guten Tag, denn mit der Einheit ist auch unsere Schule wieder
zu einem Gymnasium geworden", meinte sie in ihren Begrüßungsworten. "Es werden
bei ihnen sicher noch Erinnerungen an die Schulzeit und das Internat hier in
Weferlingen wach", ergänzte sie. In ihren weiteren Ausführungen verglich die
Schulleiterin den Unterricht der damaligen Zeit mit der Gegenwart. "Sie hatten
damals eine strenge und straffe Tageseinteilung, heute haben die Schüler
wesentlich mehr Freiheiten", erläuterte sie in diesem Zusammenhang.
Der
ehemalige Schulleiter und Mitglied des Fördervereins, Herbert Riecke, dankte
den ehemaligen Schülern Rosemarie Berg und Dr. Karl Thielecke für ihr
Engagement beim Schreiben der vielen Einladungen. "Nach der Wende hatten wir
bereits 13 Abiturjahrgänge, es wurde sehr viel in unsere Schule investiert,
schade nur, dass unsere alte Turnhalle noch nicht fertig ist", meinte er und
lud die Gäste im Anschluss an die Veranstaltung zu Kaffee und Kuchen sowie
einen ausgiebigen Rundgang durch die Schule ein. Mit Rezitationen,
Instrumentalmusik, Gesang und einer Kostprobe der Theatergruppe aus dem Stück
"Pension Schöller" wurde der Nachmittag würdig umrahmt. "Wir möchten uns bei
allen fleißigen Helfern bedanken, die mit viel Einsatzbereitschaft bei der
Vorbereitung und Durchführung für diesen Tag geholfen haben.
Ein besonderer Dank
gilt vielen Muttis, die den Kuchen gespendet haben", war von der Schulleitung
zu erfahren. Nach 18 Uhr war die Schule überfüllt. Da gesellten sich dann noch
die Abiturienten der letzten 13 Jahre dazu und es entstand das eine oder andere
Gespräch zwischen den Generationen.
|