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150 Jahre Männerchor und kein bisschen leiser |
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Montag, 8. September 2008 |
"150 Jahre Männerchor und kein bisschen leiser" war
auf einem Schild am Eingang des Festzeltes im Flecken Weferlingen zu lesen. Vom
Donnerstag bis Sonntag fanden zahlreiche Veranstaltungen anlässlich des 150
jährigen Bestehens des Männerchores von 1858 Weferlingen e.V. statt. Mit einem
Kommers, zu dem Vertreter der örtlichen Vereine geladen waren, wurde das Fest begonnen.
Als Ehrengäste
konnten die Jubilare die Landtagsabgeordneten Rita Mittendorf und Ralf
Geisthardt begrüßen. Der ehrenamtliche
Bürgermeister der Samtgemeinde Grasleben und amtierender Bürgermeister der
Gemeinde Grasleben, Johannes Nitschke, hielt als Freund des Chores die
Laudatio. Neben den übermittelten Glückwünschen ging er besonders auf die
Geschichte des Männerchores ein. Frauen der Volkssolidarität und Ehefrauen der
Chormitglieder hatten zusammen mit dem Ehepaar Hanus hatten ein kaltes Büfett
liebevoll vorbereitet. Mit dem Essen und gekühlten Getränken wurde der erste
Festtag gemütlich beendet. Stimmung pur gab es dann am Freitagabend. Der Chor
hatte die Spitzengruppe der Volksmusik "Die Salztaler" und den Humoristen
"Klempo" alias Dietrich Klemp aus Leipzig engagiert. Schon bei den ersten
Klängen der Gruppe war klar, der Abend wird viel Stimmung bringen.  Und so wurde
dann auch bald mitgesungen, geschunkelt und dann natürlich auch getanzt.
Volkstümliche Weisen von den Bergen bis hin zur See trafen genau den Geschmack
der über 120 Gäste.  "Das Arbeitsamt hat gesagt, dass man bei freien Stellen
zufassen soll", meinte der Humorist und tat das dann auch bei einer jungen Frau
und von da an kamen die Gäste nicht mehr aus dem Lachen heraus. Er begründete
sein Handeln mit dem Spruch, "je älter man wird, um so jünger werden die
Gefühle - das ist halt der Hestereffekt". Im Prinzip hatte er kein
vorgefertigtes Programm, sondern seine Gags ergaben sich im Zelt durch die
Gäste selber. Als er hörte, dass Gäste aus dem benachbarten niedersächsischen
Grasleben da waren kam gleich der Spruch, "früher haben sie Pakete geschickt, heute
kommen sie selber". "Schlecht" erging es Gisela Brilke aus Guben. Klempo
erwischte sie beim Rauchen und da war sie Mode. Erst mal Brüderschaft trinken,
natürlich mit einem Kuss verbunden und dann Teller balancieren. Als er dann
noch ein Schild "komme gleich wieder" an den Kochlöffeln die als Balancestab
dienten, befestigte, schaute Gisela doch etwas ängstlich um sich. "Klempo du
warst eine Bereicherung. Wer heute nicht hier war, hat etwas Großartiges
versäumt", dankte Horst Tober, der mit viel Engagement das Fest mit organisiert
hatte.
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