| Rentnerin-Mörder muss lebenslang in Haft |
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| Geschrieben von Preikschas, Jörg | |
| Freitag, 24. April 2009 | |
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MAGDEBURG. Die 1. Große
Strafkammer des Landgerichts
Magdeburg hat gestern den 42
Jahre alten Matthias K. wegen
Mordes zu einer lebenslänglichen
Haftstrafe verurteilt.
Das Gericht sah es für erwiesen
an, dass der alkoholkranke
Mann aus Walbeck (Bördekreis)
am 28. Oktober 2008 die Rentnerin
Waltraud K. erwürgt und beraubt
hat.
Die Vorsitzende Richterin,
Clauda Methling, zum Tathergang:
„K., dessen Frau sich von
ihm trennen wollte, hatte sich im
Nachbardorf Weferlingen auf
einem alten Gutshof eine Wohnung
angesehen.“ Er habe sich dann von der einzigen Bewohnerin des Grundstücks, der 75-jährigen Waltraud K., eine Taschenlampe geliehen, um sich ein Bild von seiner neuen Wohnung zu machen. Als die Rentnerin die Taschenlampe holte, kam er auf den Gedanken, die alte Frau zu späterer Stunde zu bestehlen. Gegen 21.30 Uhr sei Matthias K. mit dem Fahrrad nach Weferlingen zurückgefahren. „Er hatte den Haustürschlüssel und hoffte, dass die Wohnungstür der Mieterin nicht verslossen sei und die Frau schon schlafe.“ Doch da irrte K. gleich zweifach. Die Wohnungstür war verschlossen, und als er sie aufbrach, wurde die Rentnerin, die auf dem Wohnzimmersofa lag, geweckt. Methling: „Um seinen Diebstahl doch noch auszuführen, erwürgte er die 75-Jährige. Seine Beute waren 600 Euro, ein Paket „Persil“ und ein Fass „Wernergrüner“. Nach dem Mord bestellte sich der Täter an der Tankstelle ein Taxi und brachte das Diebesgut nach Walbeck zu seiner Frau. Als Motiv sah das Gericht den Wunsch des Mannes, seiner Frau etwas Gutes zu tun, um sich mit ihr auszusöhnen. Zugleich habe er nicht auf seine geliebte Landwirtschaft verzichten wollen. Am nächsten Tag war die „Bedarfsgemeinschaft“, die unter notorischer Geldnot litt, im Supermarkt groß einkaufen gegangen. K. hatte die Tat geleugnet und eine „Räuberpistole“, in der ein großer Unbekannter, „Zecke“, sowie ein inzwischen verstorbener Nico eine Rolle spielten, erzählt. Das bei ihm gefundene Geld sei der Lohn für mehrere Deals mit Schmuggelzigaretten gewesen. Die Rentnerin sei schon tot gewesen, als er sie am 28. Oktober gefunden habe. Nico und „Zecke“ seien zuvor in der Wohnung der Frau gewesen. Rechtsanwältin Katja Schulze kündigte Revision an.
Quelle: Volksstimme v.24.09.2009 |



