„Meine Damen und Herren,
ich freue mich, dass ich sie hier in Seggerde im Konzertstall so zahlreich
begrüßen kann. Dass sie hier beim MDR Musiksommer der Reihe "Gartenträume" sein
können verdanken wir der Familie von Davier, die in Etappen diesen Konzertort
geschaffen hat", begrüßte der Festpielleiter des MDR Oliver Jüterbock unter
Applaus die rund 480 Gäste in Seggerde. Zum krönenden Abschlusskonzert der
diesjährigen Konzertreihe „Gartenträume" hatte der MDR etwas ganz besonderes verpflichtet.
Fünf
sympathische Schweizer, die Gruppe „Kol Simcha - The World Quintett", eroberte
im Nu die Herzen der Gäste. „Ich komme aus der Schweiz, aber das habt ihr ja
sicher schon gehört, aber ich kann nicht anders sprechen, na und manchmal
klingt das ja auch ganz charmant", meinte Oliver Truan, Chef des Quintetts, der
mit Witz und Humor durch das Programm führte und Hintergründe aller Stücke, die
nur Eigenkompositionen waren, führte. Auch die Ausführungen bei der Vorstellung
von ihm, der das Klavier in Höchstform spielte war alles andere als langweilig.
„Schlagzeuger sind im allgemein dumm. Unser Christoph Staudemann ist aber
beschämend intelligent und spielt trotzdem Schlagzeug", „Pirmin Grehl ist der
schnellste Flötenspieler der Welt. Der bläst so schnell, dass die Flöte gekühlt
werden muss, sonst würde sie schmelzen", meinte er unter anderem. Seine
weiteren Musiker waren Michael Heitzler
an der Klarinette und Daniel Fricker am Elektrobass. Was die fünf Musiker
dann spielten, überstieg alle Erwartungen. Jeder dieser Künstler beherrschte
sein Instrument in Perfektion.
Szenenapplaus nach Einzelsoli in den
Musikstücken zeigte die Begeisterung der Gäste die zum Teil weit angereist
waren. Kol Sichma verknüpfte in seinen Eigenkompositionen die verschiedenen
Einflüsse zwischen amerikanischen Jazz und sinnlichen Rhythmen aus dem Nahen
Osten zu einem einmaligen Sound. Dieser wurde durch die Besetzung mit
Klarinette und Flöte sowie einer swingenden Rhythmusgruppe aus Klavier, Bass
und Schlagzeug geprägt und wird den Besuchern noch lange in Erinnerung bleiben.
Nach einer knappen Stunde war dann Pause.
Park und Ortsrundgang sowie Stärkung
waren in 90 Minuten vorgesehen. „Wir sind zum ersten Mal in Seggerde und haben
auch zum ersten Mal eine so lange Pause, hoffentlich bringt das keinen Abbruch
der Stimmung im Konzert" meinte der Bassist. Aber da hatte er sich umsonst
Sorgen gemacht. Gleich beim ersten Tackt waren die begeisterten Gäste wieder
voll dabei.
Tobender Applaus überzeugte die Künstler zu einer Zugabe und auch
danach verklang der Applaus lange nicht.
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