Die Trinkwassersituation in
Weferlingen ist zweigeteilt. Während der südliche Ortsteil mit gutem, recht
weichem Wasser versorgt wird, erhält der nördliche Teil auch gesundheitlich
unbedenkliches, aber extrem hartes Wasser aus dem Wasserturm des Ortes. Der Härtegrad ist so hoch, dass Durchlauferhitzer,
Kaffeemaschinen, Wassererhitzer, Waschmaschinen und Geschirrspüler, um nur
einige zu nennen extrem gefährdet sind.
Betroffene und besorgte Bürger wandten sich an die Ratsmitglieder und
den Bürgermeister.
Briefwechsel waren erfolglos: „Die Bürger müssen sich selber
kümmern und Enthärtungsanlagen installieren", war da unter anderem eine
Auskunft vom Wasserversorger.
Erst als die Gemeinde mit einer Klage drohte,
wurden die Töne anders. In der jüngsten Ratssitzung im Flecken Weferlingen
waren der Prokurist Hans-Jürgen Mewes und der technische Leiter Wilfried Noack
von der Heidewasser GmbH zugegen. Nachdem die beiden Vertreter ihr Wissen um
die Misere des Härtegrades bis zu 40 kundgetan hatten und beteuerten, dass das
Thema Priorität hat, wurden sie mit Fragen von den Ratsmitgliedern bombardiert.
Besonders der Zeitpunkt der Verbesserung war ein bedeutender Punkt der
angesprochen wurde und die Beiden zu konkreten Aussagen aufforderten, die sie
allerdings schuldig blieben.
Auch die Bürgerinnen Gudrun Falke und ihre Tochter
Ines machten, nachdem der Rat ihnen Redeerlaubnis erteilt hatte, ihrem Unmut
Luft. „Wir wohnen in einem Vierfamiliehaus. Drei teure Durchlauferhitzer sind
schon durch den Kalk zerstört, wer kommt für den Schaden auf?", fragte Gudrun
Falke. Es wurde da zwar eine Versicherung erwähnt, im gleichen Atemzug aber
auch, dass es wohl wenig Zweck hat. Aber wer weiß? Von der Antwort, das müssen
die Bürger mit einer Entkalkungsanlage selber
beseitigen, waren die beiden ja auch weit entfernt. „Wir wissen, dass
wir mit einem Lösungsvorschlag kommen müssen", war da vom Prokuristen zu hören.
„Bis Ende Januar haben sie von uns Überlegungen, wie wir das Problem in ihrer
Region lösen können.
Das werden
allerdings nur Überlegungen sein, konkrete Pläne lassen sich so kurzfristig
erstellen", ergänzte er. Auf die Frage, ob sie nun doch noch eine Anlage
einbauen lassen muss, erhielt Frau Falke die Antwort: „Das kann ich ihnen nicht
beantworten, aber wir sprechen hier bei der Lösung des Problems nicht über
einen langen Zeitraum, sonst wären wir heute nicht hier".
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