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Gemeinde Weferlingen drohte mit Klage gegen Wasserversorger Heidewasser GmbH PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Harald   
Mittwoch, 16. Dezember 2009
151202.jpgDie Trinkwassersituation in Weferlingen ist zweigeteilt. Während der südliche Ortsteil mit gutem, recht weichem Wasser versorgt wird, erhält der nördliche Teil auch gesundheitlich unbedenkliches, aber extrem hartes Wasser aus dem Wasserturm des Ortes. Der Härtegrad ist so hoch, dass Durchlauferhitzer, Kaffeemaschinen, Wassererhitzer, Waschmaschinen und Geschirrspüler, um nur einige zu nennen extrem gefährdet sind.  Betroffene und besorgte Bürger wandten sich an die Ratsmitglieder und den Bürgermeister.

Briefwechsel waren erfolglos: „Die Bürger müssen sich selber kümmern und Enthärtungsanlagen installieren", war da unter anderem eine Auskunft vom Wasserversorger.

Erst als die Gemeinde mit einer Klage drohte, wurden die Töne anders. In der jüngsten Ratssitzung im Flecken Weferlingen waren der Prokurist Hans-Jürgen Mewes und der technische Leiter Wilfried Noack von der Heidewasser GmbH zugegen. Nachdem die beiden Vertreter ihr Wissen um die Misere des Härtegrades bis zu 40 kundgetan hatten und beteuerten, dass das Thema Priorität hat, wurden sie mit Fragen von den Ratsmitgliedern bombardiert. Besonders der Zeitpunkt der Verbesserung war ein bedeutender Punkt der angesprochen wurde und die Beiden zu konkreten Aussagen aufforderten, die sie allerdings schuldig blieben.

Auch die Bürgerinnen Gudrun Falke und ihre Tochter Ines machten, nachdem der Rat ihnen Redeerlaubnis erteilt hatte, ihrem Unmut Luft. „Wir wohnen in einem Vierfamiliehaus. Drei teure Durchlauferhitzer sind schon durch den Kalk zerstört, wer kommt für den Schaden auf?", fragte Gudrun Falke. Es wurde da zwar eine Versicherung erwähnt, im gleichen Atemzug aber auch, dass es wohl wenig Zweck hat. Aber wer weiß? Von der Antwort, das müssen die Bürger mit einer Entkalkungsanlage selber  beseitigen, waren die beiden ja auch weit entfernt. „Wir wissen, dass wir mit einem Lösungsvorschlag kommen müssen", war da vom Prokuristen zu hören. „Bis Ende Januar haben sie von uns Überlegungen, wie wir das Problem in ihrer Region lösen können. 

Das werden allerdings nur Überlegungen sein, konkrete Pläne lassen sich so kurzfristig erstellen", ergänzte er. Auf die Frage, ob sie nun doch noch eine Anlage einbauen lassen muss, erhielt Frau Falke die Antwort: „Das kann ich ihnen nicht beantworten, aber wir sprechen hier bei der Lösung des Problems nicht über einen langen Zeitraum, sonst wären wir heute nicht hier".