Sehr gut besucht war am
Samstag die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr des Fleckens
Weferlingen. Unter den Gästen konnte der Wehrleiter Stephan Walther den
Abschnittsleiter Andreas Sulfrian, den Bürgermeister des Flecken Weferlingen Hans Werner Kraul, das Ehrenmitglied Horst Tober, den
langjährigen Wehrleiter Joachim Nüse sowie eine Abordnung der Feuerwehr
Grasleben begrüßen.
In seinem Jahresbericht zeigte der Wehrleiter, mit Fotos
untermalt, die Arbeit der Kameraden des Jahres 2008 auf. Neben den "schönen"
Dingen wie zum Beispiel die Braunkohlwanderung, die Unterstützung der
Kindertagesstätte bei ihrer Winterwanderung, die Unterstützung beim
Martinsumzug oder das Osterfeuer, wurden die Stützpunktwehr zu neun Bränden und
zehn Hilfeleistungen gerufen. Bei den Hilfeleistungen waren neben der
Beseitigung von ausgelaufenen Flüssigkeiten auch eine Befreiung einer im PKW
eigeklemmten Person und eine Amtshilfe für die Kripo angefallen. Die
außergewöhnlichste Hilfeleistung war die Befreiung eines Pferdes aus einem
Graben und die mit 13:34 Stunden längste, beim Bahnunfall mit einem LKW auf der
Helmstedter Straße in Weferlingen. Zwei Stoppelfeldbrände, zwei Wohnungsbrände
mit je einer verletzten Person, zwei Schuppenbrände sowie ein Brand in einem
leerstehenden Haus, ein Schwelbrand in der Barriere Rehm und ein PKW - Brand
wurden von den Kameraden gelöscht.
Insgesamt waren die Weferlinger Kameraden
bei den 19 Einsätzen fast 41 Stunden unterwegs. Positiv wurde auch
hervorgehoben, dass bei jeder Tageszeit und an jedem Wochentag immer genügend
Kameraden für die Einsätze zur Verfügung gestanden haben. Bei all den Einsätzen
war auch noch genug Zeit für die Weiterbildung. So drückten 15 Kameraden zum
Teil mehrmals bei verschiedenen Lehrgängen die Schulbank. "Eine gute Ausrüstung
ist eine wichtige Voraussetzung um eine gute Arbeit zu leisten. In den letzten
Jahren konnte die technische Ausrüstung weiter verbessert werden", meinte der
Gerätewart Helge Klamka bei seinen Ausführungen. Er erwähnte aber auch, dass
die Kosten für den laufenden Unterhalt fast alle Gelder verschlingen. Die
geplanten Karosseriearbeiten am Tanklöschfahrzeug mussten zugunsten einer
Reparatur am Mehrzweckfahrzeug auch verschoben werden. Mit den Worten: "Ich
möchte mich auch im Namen der Kameraden bei der Gemeinde bedanken, die jedes
Jahr Geld für die Ausstattung bereitstellt", schloss Helge Klamka seinen
Jahresbericht.
Überall wird über Nachwuchssorgen gesprochen, in der Weferlinger
Feuerwehr nicht. Zwei Mädchen und 12 Jungen sind in der Jugendwehr rege tätig.
Zwei mal im Monat verrichten sie ihren Dienst, der sehr vielseitig ist.
"Darunter war auch ein 24 - Stunden - Tag, an dem die Jugendlichen ihr Können
unter Beweis stellen konnten", berichtete der Jugendwart Ronny Fellecke.
Zusammen mit den Jugendwehren aus Schwanefeld und Hödingen mussten sie unter
anderem eine Ölspur beseitigen, eine vermisste Person im Dunkeln suchen und
eine Ölsperre errichten. Stolz können die Weferlinger Jugendlichen auch auf den
dritten Platz bei den Bereichswettkämpfen sein.
In der Veranstaltung wurden
Denny Katzke und Martin Breier in die Feuerwehr aufgenommen, Chris Knuth und
Patrick Siemann zum Oberfeuerwehrmann und Sebastian Piskorz, Sven Katzke, Ronny
Fellecke und Rico Paul zum Hauptfeuerwehrmann befördert. Außerdem wurden in
Würdigung einer 10jährigen Mitarbeit Chris Knuth die Anstecknadel in der Stufe
I sowie für eine 20jährige Mitarbeit Antje Almus-Walther in der Stufe II verliehen. Bevor dann endlich
zum Sturm auf das kalt - warme Buffet, das die Frauen mit viel Liebe zubereitet
hatten, geblasen wurde, überbrachten der Bürgermeister Hans Werner Kraul, der
Vorsitzende des Händlervereins, Volker Marquardt und der Abschnittsleiter
Andreas Sulfrian ihre Grußworte, in denen sie einhellig die Arbeit der
Kameraden und der Jugendwehr lobten. Die Jahreshauptversammlung wurde dann bis
in die frühen Morgenstunden gemütlich ausgedehnt.
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