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Knapp 200 Gäste erlebten am Freitag im Flecken Weferlingen gleich zwei
Premieren. Zum einen wurde nach der Sanierung die erste öffentliche
Veranstaltung in der alten Turnhalle durchgeführt und diese war dann die
Premiere des diesjährigen Sommertheaters der "SchPüler", der Theatergruppe des
Freiherr-vom-Stein-Gymnasium Weferlingen.
Wenn sich die Gruppe im letzten Jahr
mit dem Schwank „Pension Schöller" schon einen guten Namen gemacht hat, mit dem
diesjährigen Theaterstück haben sie gezeigt, dass sie es auch mit einer Komödie
aufnehmen können.
Die Schülerinnen und Schüler hatten sich das Stück
„Pygmalion" von Bernhard Shaw, das die Vorlage für das Musical „My fair Lady"
bildete, auserwählt und zusammen mit ihrem Lehrer und Regisseur Thomas Gießbach
einstudiert. Wenn auch enormes Lampenfieber auf Florian Schröder als Henry
Higgins, Anna- Marie Schmidt als Mrs. Higgins, Sophie Bode als Mrs. Pearce,
Felix Donhof als Oberst Pickering, Antje Basilius als Alfred Doolittle, Mandy
Steinbach als Eliza Doolittle, Lisa Winkler als Mrs. Eynsford-Hill,
Ann-Christin Skibbe, ihre Tochter und Bellina Gehe als Stubenmädchen auf den
Laienschauspielern lastete, auf den Brettern die die Welt bedeuten war davon
nach außen aber nichts zu spüren.
Szenenapplaus zeigte den jungen Schauspielern
das sie die Herzen der Zuschauer erobert hatten und sich ihr großer Fleiß beim
Lernen der Rollen gelohnt hatte, denn im
Gegensatz zu ihren Profikollegen mussten die neun so ganz nebenbei ja auch noch
für die Schule lernen. Den größten Stress hatten hierbei die drei
Hauptdarsteller Mandy Steinbach, Felix Donhof und Florian Schröder, die den
meisten Text lernen mussten. Text lernen und darbieten ist aber nur die eine
Seite, wie er herübergebracht wird die andere. Und hier schien es, als sei es
für alle Darsteller das einfachste der Welt. Besonders bei Mandy Steinbach
waren Gestik, Mimik und Rhetorik den Profischauspielern gleichzusetzen.
Abweichungen vom historischen Drehbuch
brachten in der fast zwei Stunden dauernden Aufführung einige lustige
Auflockerungen. So antwortete Eliza auf die Frage nach der Todesursache ihrer
Tante: „Die hat im letzten Jahr die Vogelgrippe überlebt, warum sollte sie
jetzt an der Schweinegrippe sterben", was zum Applaus und Gelächter führte.
„Der Applaus ist des Künstlers schönster Lohn" heißt es und die jungen Künstler
erhielten zum Schluss der Vorstellung enorm sehr viel Lohn.
„Ich möchte mich
ganz herzlich bei den Schauspielern für die schöne Vorstellung bedanken. Es war
wieder eine herrliche Aufführung" dankte die Schulleiterin Kornelie
Wahner-Willems und überreichte jedem Künstler, dem Bühnentechniker Jan Sommer
und dem Regisseur Thomas Gießbach einen Blumenstrauß. Der wiederum bedankte
sich für die große Unterstützung seitens der Schulleitung.
So hatte die
Schulleiterin das gesamte Bühnenbild entworfen und gestaltet und der
Stellvertreter Lutz Otto Westphal war nach Halberstadt gefahren, um die Kostüme
zu besorgen.
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