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"Der Applaus ist des Künstlers schönster Lohn" PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Harald   
Montag, 18. Mai 2009

09_05_17_schpueler.jpgKnapp 200 Gäste erlebten am Freitag im Flecken Weferlingen gleich zwei Premieren. Zum einen wurde nach der Sanierung die erste öffentliche Veranstaltung in der alten Turnhalle durchgeführt und diese war dann die Premiere des diesjährigen Sommertheaters der "SchPüler", der Theatergruppe des Freiherr-vom-Stein-Gymnasium Weferlingen.

Wenn sich die Gruppe im letzten Jahr mit dem Schwank „Pension Schöller" schon einen guten Namen gemacht hat, mit dem diesjährigen Theaterstück haben sie gezeigt, dass sie es auch mit einer Komödie aufnehmen können.

09_05_17_schpueler_02.jpgDie Schülerinnen und Schüler hatten sich das Stück „Pygmalion" von Bernhard Shaw, das die Vorlage für das Musical „My fair Lady" bildete, auserwählt und zusammen mit ihrem Lehrer und Regisseur Thomas Gießbach einstudiert. Wenn auch enormes Lampenfieber auf Florian Schröder als Henry Higgins, Anna- Marie Schmidt als Mrs. Higgins, Sophie Bode als Mrs. Pearce, Felix Donhof als Oberst Pickering, Antje Basilius als Alfred Doolittle, Mandy Steinbach als Eliza Doolittle, Lisa Winkler als Mrs. Eynsford-Hill, Ann-Christin Skibbe, ihre Tochter und Bellina Gehe als Stubenmädchen auf den Laienschauspielern lastete, auf den Brettern die die Welt bedeuten war davon nach außen aber nichts zu spüren.

 

Szenenapplaus zeigte den jungen Schauspielern das sie die Herzen der Zuschauer erobert hatten und sich ihr großer Fleiß beim Lernen der Rollen  gelohnt hatte, denn im Gegensatz zu ihren Profikollegen mussten die neun so ganz nebenbei ja auch noch für die Schule lernen. Den größten Stress hatten hierbei die drei Hauptdarsteller Mandy Steinbach, Felix 09_05_17_schpueler_03.jpgDonhof und Florian Schröder, die den meisten Text lernen mussten. Text lernen und darbieten ist aber nur die eine Seite, wie er herübergebracht wird die andere. Und hier schien es, als sei es für alle Darsteller das einfachste der Welt. Besonders bei Mandy Steinbach waren Gestik, Mimik und Rhetorik den Profischauspielern gleichzusetzen.  

Abweichungen vom historischen Drehbuch brachten in der fast zwei Stunden dauernden Aufführung einige lustige Auflockerungen. So antwortete Eliza auf die Frage nach der Todesursache ihrer Tante: „Die hat im letzten Jahr die Vogelgrippe überlebt, warum sollte sie jetzt an der Schweinegrippe sterben", was zum Applaus und Gelächter führte.

„Der Applaus ist des Künstlers schönster Lohn" heißt es und die jungen Künstler erhielten zum Schluss der Vorstellung enorm sehr viel Lohn.

„Ich möchte mich ganz herzlich bei den Schauspielern für die schöne Vorstellung bedanken. Es war wieder eine herrliche Aufführung" dankte die Schulleiterin Kornelie Wahner-Willems und überreichte jedem Künstler, dem Bühnentechniker Jan Sommer und dem Regisseur Thomas Gießbach einen Blumenstrauß. Der wiederum bedankte sich für die große Unterstützung seitens der Schulleitung.

So hatte die Schulleiterin das gesamte Bühnenbild entworfen und gestaltet und der Stellvertreter Lutz Otto Westphal war nach Halberstadt gefahren, um die Kostüme zu besorgen.