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Nachdem die fünften
Klassen des Freiherr von Stein Gymnasium bei einer Klassenfahrt zur Burg
Falkenstein und zur Konradsburg viel über das Mittelalter erfahren hatten,
unternahmen sie am Freitagvormittag noch einmal eine Zeitreise in diese Zeit. Reiseleiter
für diese Reise war die von Bibliothekarin Heike Konopka aus der Weferlinger
Bibliothek eingeladenen Buchautorin Margret Richter aus Halle.
Nachdem sie
ihren beruflichen Werdegang erklärt hatte, wurden die Kinder geschichtlich auf
den Roman „Die Legende vom Grottenstein" hingeführt. „Bevor ich mit dem
Schreiben dieses Romans begonnen habe, hatte ich mich erst intensiv mit dem
Mittelalter beschäftigt, um keine geschichtlichen Fehler zu begehen. Stell euch
vor ich würde schreiben, dass sie Kartoffeln gegessen haben, die gab es ja da
noch gar nicht", erläuterte sie und fragte gleich nach woher die denn überhaupt
kommen und wie sie nach Europa gelangt sind. Die Schüler zeigten nicht nur ein
reges Interesse an dem Fragespiel, sonder überzeugten auch durch ihr hohes
Allgemeinwissen. Begreiflich wurde der geschichtliche Vortrag der Autorin durch
sehr viele authentische Gegenstände aus der Zeit, Eine Burg, Ritter mit Pferd,
ein Schild und Schwert, zahlreiche Kleidungsstücke und eine Handspindel, mit
der sie zeigte wie Wolle zu Garn gesponnen wird, hatte sie auf dem Tisch
ausgebreitet und erklärte diese den Kindern.
Nun schlug sie den Bogen zum
Roman. Mit bildhafter Sprache erzählte
sie die Geschichte von der Burg, die zerstört wurde, nur ein Kind und ein alter
Mann überlebt hatten und wie sich der erwachsen gewordene Junge für die Tat
rächte. Bei diesen Schilderungen fiel es den Anwesenden schwer zu glauben, dass
es sich wirklich nur um eine erfundene Geschichte handelt, zu konkret wurden
die Handlungen und die Handlungsorte durch Margret Richter erzählt. Ein kurzer
gelesener Ausschnitt aus dem Roman rundete das mittelalterliche Geschehen ab.
„Was meint ihr, was ich hier für ein Instrument in der Handhalte?" fragte sie
im Anschluss. „Eine Flöte", war die Antwort der Kinder. In Wirklichkeit war es
aber eine hölzerne Schalmei, auf der die Autorin zum Abschluss noch ein
mittelalterliches Stück zum Besten gab.
"Cool", „Das war geil", war von
den begeisterten Kindern zu hören, die
mit Applaus nicht geizten. Bevor sie aber die Bibliothek verließen, umringten
sie interessiert den Tisch um sich die mitgebrachten Sachen näher zu
betrachten.
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