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Im Rahmen der 18. Landes-Literaturtage fand am Dienstag im
Flecken Weferlingen in der Gemeindebibliothek eine Lesung mit dem
Schriftsteller Dieter Mucke über seine „Satirische Märchen und Gedichte" statt.
„Ich freue mich, dass ich heute den Schriftsteller Dieter Mucke und sie hier in
der Bibliothek begrüßen darf.
Da die Literaturtage unter dem Motto ‚ Es war
einmal, es könnte sein...‘ stehen, finde ich, dass die satirischen Märchen recht
gut in das Programm passen", meinte die Bibliothekarin Heike Konopka in ihren
Begrüßungsworten. In seiner kurzen Biografie verdeutlichte der 1936 in Leipzig
geborene Schriftsteller wie sehr er durch die Staatssicherheit der DDR
denunziert wurde. Das Studium der Psychologie, Fotografie, Kamera und Literatur
an der Universitär Leipzig, der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig,
der Filmhochschule Babelsberg und dem Literaturinstitut Leipzig wurde in keinem
Studiengang beendet.
„Aus politischen Gründen wurde ich mehrmals relegiert,
verhaftet und konnte mich in der Produktion bewähren", erklärte der Lyriker,
Erzähler und Kinderbuchautor.
„Satirische Märchen waren eine Methode, um die Zensur zu unterwandern.
Mir ist das recht gut gelungen. 1977 wurde eines meiner Bücher zum schönsten
Buch des Jahres gekürt, bevor die Stasi den waren Inhalt des Buches begriffen
hatte", meinte Mucke. An seinem Märchen „König Nussknacker" verdeutlichte er,
wie die Obrigkeit durch den Nussknacker dargestellt wurde und das Volk durch
den Räuchermann vertreten war. In der recht amüsanten Erzählung „Professor
Faustos" aus dem Werk „Sorgen des Teufels", ging es um einen zwielichtigen
Professor, der sich dem Teufel verschrieben hatte und viel Geld dafür bekam,
was andere für ihn erledigten.
„Das war aber nicht nur in der DDR so, das ist
zeitlos und trifft auch heute noch zu", bemerkte die Weferlinger Christiane
Karschunke in der sich anschließenden Diskussion. Hier stellte der Autor auch
fest, dass sich die Wiedervereinigung schleppend vollzog, die Vereinigung in
der Literatur aber kaum begonnen hat. „Es ist auch heute noch eine Seltenheit,
dass Literatur aus der DDR wieder verlegt wird.
Und so sind auch die Werke von
Dieter Mucke, dem so sympathischen Lyriker, nur noch per Internet aus alten
Beständen aus Antiquariaten zu erwerben.
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