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"Satirische Märchen und Gedichte" von Schriftsteller Dieter Mucke PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Harald   
Dienstag, 3. November 2009

291002.jpgIm Rahmen der 18. Landes-Literaturtage fand am Dienstag im Flecken Weferlingen in der Gemeindebibliothek eine Lesung mit dem Schriftsteller Dieter Mucke über seine „Satirische Märchen und Gedichte" statt. „Ich freue mich, dass ich heute den Schriftsteller Dieter Mucke und sie hier in der Bibliothek begrüßen darf.

 

Da die Literaturtage unter dem Motto ‚ Es war einmal, es könnte sein...‘ stehen, finde ich, dass die satirischen Märchen recht gut in das Programm passen", meinte die Bibliothekarin Heike Konopka in ihren Begrüßungsworten. In seiner kurzen Biografie verdeutlichte der 1936 in Leipzig geborene Schriftsteller wie sehr er durch die Staatssicherheit der DDR denunziert wurde. Das Studium der Psychologie, Fotografie, Kamera und Literatur an der Universitär Leipzig, der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, der Filmhochschule Babelsberg und dem Literaturinstitut Leipzig wurde in keinem Studiengang beendet.

„Aus politischen Gründen wurde ich mehrmals relegiert, verhaftet und konnte mich in der Produktion bewähren", erklärte der Lyriker, Erzähler und Kinderbuchautor.  „Satirische Märchen waren eine Methode, um die Zensur zu unterwandern. Mir ist das recht gut gelungen. 1977 wurde eines meiner Bücher zum schönsten Buch des Jahres gekürt, bevor die Stasi den waren Inhalt des Buches begriffen hatte", meinte Mucke. An seinem Märchen „König Nussknacker" verdeutlichte er, wie die Obrigkeit durch den Nussknacker dargestellt wurde und das Volk durch den Räuchermann vertreten war. In der recht amüsanten Erzählung „Professor Faustos" aus dem Werk „Sorgen des Teufels", ging es um einen zwielichtigen Professor, der sich dem Teufel verschrieben hatte und viel Geld dafür bekam, was andere für ihn erledigten.

„Das war aber nicht nur in der DDR so, das ist zeitlos und trifft auch heute noch zu", bemerkte die Weferlinger Christiane Karschunke in der sich anschließenden Diskussion. Hier stellte der Autor auch fest, dass sich die Wiedervereinigung schleppend vollzog, die Vereinigung in der Literatur aber kaum begonnen hat. „Es ist auch heute noch eine Seltenheit, dass Literatur aus der DDR wieder verlegt wird.

Und so sind auch die Werke von Dieter Mucke, dem so sympathischen Lyriker, nur noch per Internet aus alten Beständen aus Antiquariaten zu erwerben.