Die älteste Kulturpflanze
der Welt, die bereits vor 8000 Jahren auf dem Speisezettel in Mittel- und
Südamerika stand, war am Sonntag das Thema des 22. Hoffestes auf dem Museumshof
Markgrafscher Hof in Grasleben. Ein Kürbisfest mit buntem Treiben zog rund 150
Gäste aus Grasleben und der Umgebung zu diesem kulturellen Höhepunkt im Ort an.
Rund 50 bis 60 von 300 Kürbissorten, die es gibt, konnten bestaunt und
wie auch
süß-sauer eingelegte Kürbisse und Kürbismarmelade gekauft werden.
Auf
diversen
Informationstafeln konnten die Besucher viel Interessantes über die
Frucht, die
erst im 15. Jahrhundert nach Europa kam, erfahren. Walter Bradt, der
mit Herz
und Seele dem Museumshof verschrieben ist, hatte aus Tansania mehrere
Kalebassen mitgebracht, die aus der ausgehöhlten und getrockneten
Hülle
eines Flaschenkürbisses, der wohl ältesten Kürbisart die seit der
Urzeit
bekannt ist, gefertigt und als Gefäß benutzt werden.
Bereits zum Kaffee
konnten
sich die zahlreichen Gäste mit Kuchen verschiedenster Art, natürlich
auch mit
Kürbiskuchen, stärken. Was man noch alles aus Kürbis zaubern kann
zeigten die
Frauen auf ihrem Kürbisbuffet. Kürbissuppe, gebratene Kürbisstreifen,
Kürbisbrot, mit Hackfleisch gefüllte Kürbisse, Kürbispizza und
Kürbispuffer
dufteten lecker und schmeckten noch viel besser.
„Alles was hier
angeboten wird
wurde auf eigene Kosten der Familien angefertigt. Der Erlös kommt
unserem
Museumsbau zu Gute", erklärte Walter Bradt, der mit dem gelungenen Tag
sehr
zufrieden war.
|