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Walbeck / Weferlingen. Seit 11. 30 Uhr konnte gestern der Verkehr
zwischen Walbeck und Weferlingen wieder rollen. Über 16 Stunden war die
Landesstraße gesperrt, nachdem am Montag um 19. 05 Uhr ein Lkw, der vom
Drachenberg in Richtung Weferlingen unterwegs war, mit einem Güterzug
zusammengestoßen war.
Der
60-jährige Lkw-Fahrer war aus bislang noch ungeklärter Ursache mit
seinem Fahrzeug an einem unbeschrankten Bahnübergang auf den elften
Waggon des Güterzuges geprallt.
Der Zug schleifte den Lkw, der auf die
Seite kippte, noch 20 bis 30 Meter mit. Der Tank des Lkw wurde
abgerissen, der Inhalt floss in das Erdreich im Gleisbett. Der leicht
verletzte Fahrer wurde vorsorglich ins Klinikum nach Haldensleben
gebracht.
Um die Unfallstelle beräumen zu können, wurden
die Feuerwehren aus Weferlingen und Walbeck alarmiert. Sie mussten die
Unfallstelle sichern, vor allem aber mit ihren großen Strahlern
ausleuchten. 29 Kameraden waren bis gestern 9 Uhr im Einsatz. Zu dem
Zeitpunkt fuhr Hans-Dieter Lewandowski, Geschäftsführer der
Lappwaldbahn GmbH mit Sitz in Weferlingen, die letzten Waggons selbst
nach Weferlingen. Danach musste der Spezialkran die beiden Teile des
auseinandergebrochenen Lkw noch bergen.
Bei dem Unfall waren
drei Waggons aus den Schienen gesprungen, das Gleisbett hatte sich
verzogen. Durch die Wucht des Aufpralls des 40-Tonners und die
Entgleisung wurde die Druckluftbremse des Zuges unterbrochen,
erläuterte Hans-Dieter Lewandowski. Die beiden Lokführer hätten erst zu
diesem Zeitpunkt den Zusammenstoß bemerkt, denn der Zug war bereits zu
etwa einem Drittel über den Bahnübergang.
Die
Bergung erwies sich als sehr kompliziert. Mit Spezialwinden mussten die
entgleisten Waggons zurückgezogen werden auf den Gleisabschnitt, der
nicht beschädigt war, damit sie mit einem Spezialkran wieder richtig
auf die Gleise gesetzt werden konnten. Das war nur möglich, wenn der
Kran dicht genug neben den Waggons stand. Mit Spezialtechnik wurden die
Gleise etwas gerichtet, damit die Waggons vorsichtig in Richtung
Weferlingen gebracht werden konnten.
Einer der Waggons war so
stark beschädigt, dass er nur aufgeladen werden konnte. Eine Achse war
herausgerissen. Der Transport nach Weferlingen war kompliziert, da die
Bremswirkung weg war, die Strecke aber starkes Gefälle aufweist. Die
Waggons, die nach dem Aufprall schon über den Bahnübergang hinweg und
nicht beschädigt waren, wurden noch in der Nacht nach Weferlingen
gebracht.
Lewandowski rechnet mit
einem Schaden von etwa einer halben Million Euro. Die Waggons gehören
nicht der Lappwaldbahn, sondern einem anderen Unternehmen. Auf der
Strecke müssen etliche Meter Gleisbett komplett erneuert werden.
Vorläufig kann die Strecke nicht befahren werden. " Welches Unternehmen
repariert jetzt schon über Weihnachten kurzfristig ", meint
Lewandowski. Die Salztransporte aus Grasleben müssen vorläufig
unterbleiben, bis die Strecke wieder in Ordnung ist.
Die
Feuerwehrleute waren sehr umsichtig und besonnen, bedankt sich
Hans-Dieter Lewandowski. Und sie haben die Leute von der Lappwaldbahn
auch mit heißem Tee und Würstchen versorgt, bekräftigt er.
Quelle: Volksstimme
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