| Die Entstehung der Ortschaften des Amtes Weferlingen |
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Slawische Ortsnamen kommen in dem alten Amtsbereiche nicht vor. Außer den vorhandenen Ortschaften müssen noch die zahlreichen ein-gegangenen (Wüstungen) berücksichtigt werden wenn auch früher ein dichteres Netz von Niederlassungen unsern heimatlichen Boden bedeckte, so ist doch zu bedenken, dass es sich wohl durchweg um kleine Siedlungen gehandelt haben wird, die dann früher oder später aus verschiedenen Gründen (Wassermangel, Hilfs- und Schutzbedürfnis, Zerstörung durch Krieg oder Feuer) Anschluss an benachbarte größere Orte suchten.
Die das Land einnehmenden Sachsen liebten ja die Einzelsiedlung, und die nach der fränkischen Eroberung etwa noch eingewanderten Kolonisten werden sich außerhalb der alten Dörfer an den von der Landesherrschaft ihnen angewiesenen Stellen angebaut haben. Eingegangene Ortschaften mit den Endungen "ede" und „stedt", die, wenn die die zeitliche Bedeutung der Ortsnamen betreffende Ansicht richtig sein sollte, auf die älteste Gründungszeit zurückweisen würden, finden sich bei uns nicht, wenn nicht Eßbünne oder Essebunde zu ihnen zu zählen sein sollte. In der Zeit der Völkerwanderung könnten die Wüstungen Wrenynge oder Wreningen, südöstlich von Behnsdorf, und Grauingen, jetzt das Vorwerk Graui, gegründet sein. Die Endung „dorf" begegnet uns bei den Wüstungsnamen Wedendorf, zwischen Weferlingen und Döhren, Wolfesdorf, später Vorwerk bei Seggerde. und Kedekendorf, zwischen Behnsdorf und Velsdorf, unmittelbar an der Grenze des Amtsbezirks. Diese Siedlungen könnten sächsischen Ursprungs gewesen sein.
Nach der fränkischen Eroberung könnten Dudenrode, westlich von Walbeck, und Niewoldshagen, südwestlich von Behnsdorf, gegründet sein.Aus der ersten urkundlichen Erwähnung der Ortschaften darf natürlich nicht auf ibr Alter geschlossen werden, kann doch das eine oder andere Dorf je nach seinen geschichtlichen Beziehungen erst hunderte von Jahren nach seiner mutmaßlichen Gründung zum ersten Male genannt werden. Es wurde ja über die Entstehung und Entwicklung der Gemeinden keine Chronik geführt.
Wir geben hier kurz in chronologischer Folge die erstmalige Erwähnung an. Walbeck muß nach Thietmars Chronik bereits 929 bestanden haben, nach der dortigen Burg und dem vielleicht schon vor ihr vorhandenen Orte nannte sich das Grafenhaus von Walbeck Doehren wird in der halber-städter Bischofschronik für das Jahr 1024 erwähnt. Eschenrode würde, wenn der Name mit Haskenroth gleichbedeutend sein sollte (?), 1158 urkundlich genannt werden. Es ist ungewiss, ob bei dem in einer Urkunde des Klosters Hamersleben 1112 genannten Bonestorp an unser Behnsdorf zu denken ist, mit Sicherheit lässt sich der Ort erst 1311 nachweisen, während Siestedt, Seggerde und Everingen 1226 vorkommen. In einer Halberstädter Urkunde von 1264 begegnet uns zum ersten Male Hödingen. Vielleicht ist das 1311 als Lehnbesitz des Konrad von Werberge angegebene „Eykendorp" unser Eickendorf. Ribbensdorf begegnet uns 1274. Belsdorf ist vielleicht mit dem 1311 bzw. 1318 vorkommenden Orte dieses Namens gleichbedeutend (es gibt auch im Kreise Neuhaldensleben ein Belsdorf).
('Aus der Geschichte des ehemaligen Amtes Weferlingen' - Ein Heimatbuch von D. Heinrich Nebelsieck) |
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Die Entstehung der Ortschaften 

