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Das Zerreiben der Körner zu Mehl ist so alt wie der Getreidebau selbst. Aus den anfänglich benutzten primitiven Reibsteinen, die mit der Hand bewegt wurden, entwickelte sich die durch Wasser und Wind getriebene Mühle. Sie drang vom Westen her immer weiter vor. Im 12. Jahrhundert waren die Wassermühlen überall bekannt. An die Stelle der kleinen häuslichen Handbetriebe traten die größeren öffentlichen, die immer besser ausgebaut wurden.
Die Stakmühle bei Weferlingen wird schon 1348 erwähnt. Damals hatten Heinrich Stahn und seine Mutter sie als Erblehn von den Inhabern ,,des Hauses Weferlingen? in Besitz. Beide stifteten dem Kloster Marienthal ,,für ihres Vaters Seele?, also für Seelenmessen, eine jährliche Abgabe von Roggen (,,2 Ferndel?).
Eine Dammühle bei Weferlingen wurde 1516 von dem Abt Heinrich von Marienthal dem Hans Praste gegen einen Erbenzins von jährlich 1/2 braunschweigische Mark, 9 Pfennigen und zwei Hühnern überlassen. Es muss sich um eine Mühle bei Weferlingen im Kreise Wolfenbüttel gehandelt haben, denn unsere Dammühle gehörte, wie oben mitgeteilt wurde, bereits 1491 zu der Schloßherrschaft Weferlingen, ebenso die ,,Ryssemolle? (Riesmühle), die Neue Mühle und die Sultzmühle (vielleicht die Klippmühle).
Wahrscheinlich wurden die ersten Wassermühlen von der Grundherrschaft angelegt. Zur Zeit des Landgrafen von Homburg waren die Stakmühle und die Klippmühle in Erbpacht gegeben, die Riesmühle und Neue Mühle verpachtet. Diese beiden wurden 1742 in Erbpacht abgegeben. Die Walbecker Mühlen gehörten dem dortigen Stift. Bei der Auflösung des Letzteren gingen sie in Privatbesitz (Erbpacht) über. Der für den Fiskus als Reallast eingetragene Erbenzins wurde durch die Separation abgelöst.
Für die Amtsmühlen bestand Mahlzwang, d. h. es waren einer jeden bestimmte Gemeinden zugewiesen, die in ihr mahlen lassen mußten. (Zu der Neuen Mühle gehörten Döhren, Eschenrode Hödingen, zur Riesmühle wahrscheinlich Weferlingen und Everingen.) Bei jeder Mühle mußte früher ein sogenannter Grundbaum, der die Höhe des Wassers bestimmte, in das Wehr eingesenkt sein. An demselben durfte nichts geändert werden. - Wie Walther berichtet, lagen die Weferlinger Mühlen im Sommer wegen Wassermangels in der Regel 2 bis 3 Monate still.
(,,Aus der Geschichte des ehemaligen Amtes Weferlingen? von Nebelsieck)
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