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Ein berühmter Weferlinger Opernsänger PDF Drucken E-Mail
Ermst Carl Ludwig Westenholz wurde am 24. Dezember 1694 in Weferlingen geboren. Wolf Hobohm würdigt ihn in einer Jahresschrift des Museums Haldensleben als einen führenden Sänger der deutschen Oper zu Beginn und in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Daraus eine kurze Zusammenfassung:
Ernst Carl Ludwig Westenholz? Vater war Amtmann in Weferlingen, muss aber 1706 schon verstorben gewesen sein, denn als Markgraf Christian Heinrich von Brandenburg-Kulmbach das Amt erhält, wird bereits Amtmann Hasenwinkel genannt. Die Frau des Markgrafen Sophia Christiana hat in den nächsten Jahren eine kleine Kirchen- und Kammermusik eingerichtet, der auch Westenholz angehört haben mag.
Nach dem Stimmbruch geht Westenholz nach Magdeburg in die Johannisschule, an der Telemanns Lehrer, der Kantor Benedictus Christiani, wirkt. 1711 geht Westenholz nach Braunschweig, wo zu jeder Messe Opern zu hören sind. Westenholz wechselt 1713 an die Wolfenbütteler Schule, der dortige Hofkantor ist einer der berühmtesten Tenoristen und Gesangslehrer der deutschen Frühoper.
1718 ist Westenholz an der Universität Helmstedt, der Hamburger Operndirektor  holt ihn jedoch 1719 als Bassist nach Hamburg.
Fast 15 Jahre lang bleibt Westenholz in Hamburg. Nur vom Herbst 1721 bis zum Frühjahr 1723 befindet er sich in Kopenhagen. Sophia Magdalena, die Tochter der Markgräfin Sophie Christiana, hatte den dänischen Kronprinzen Christian VI. geheiratet. Sie und den Kronprinz sind begeistert von der Hamburger Oper, so dass sie eine deutsche Operntruppe für ein längeres Gastspiel in Kopenhagen verpflichten. Westenholz ist einer der beiden bedeutendsten Sänger dieser Truppe. 1723 brennt jedoch der Leiter der Truppe mit dem Geld durch, Westenholz kehrt nach Hamburg zurück. Die Oper steht inzwischen unter Telemanns maßgeblichem Einfluss. Die Oper ist Westenholz? Hauptwirkungsgebiet, daneben steht er Telemann bei der Kirchenmusik und öffentlichen Konzerten sowie Gelegenheitsmusiken zur Verfügung. Eine weitere Einnahmequelle ist das Unterrichten.
1733 geht Westenholz als Lehrer nach Stade. Hier soll er auch versucht haben, ein Schultheater ins Leben zu rufen, was aber wohl wenig Erfolg hatte.
In Stade wurde Westenholz am 9. August 1753 begraben.