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Rassekanichen-Zuchtverein G 783 "Einigkeit" Weferlingen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Preikschas, Jörg   
Mittwoch, 21. März 2007

Sieben Verbandsfreunde gründeten am 26. Mai 1968 die Sparte "Rassekaninchen-Züchter" unter dem Vorsitz von Horst Hartmann. Auf einer Werbeveranstaltung konnten bald danach schon 26 Tiere in acht Rassen vorgestellt werden. Die erfolgreiche Öffentlichkeitsarbeit führte bis 1972 zum Anstieg der Mitgliederzahl auf 26. Die erste Kreisschau in Schackensleben konnte bereits mit 19 Tieren beschickt werden, die elf Preise erhielten. Auf der Jungtierschau wurden 101 Tiere ausgestellt.

Am 1. Juni 1967 stellte der Verein eine im Amtsgarten erbaute Zuchtanlage mit fünf Weißen Neuseeländern und vier Alaskas der Öffentlichkeit vor. Alle zwei Jahre fanden dann dort Ausstellungen statt, die sich zu kleinen Volksfesten mauserten. Ein Frühschoppen mit Blaskapelle und Chorauftritt und ein Kuchenbasar fanden großen Anklang bei der Bevölkerung.

1978 hatte Achim Miehe den Vorsitz der Sparte übernommen. Bald danach stiegen auch die Zuchtergebnisse, so dass die Sparte im Kreis Anerkennung fand und für hervorragende Leistungen mehrfach ausgezeichnet wurde. Auch der Bezirksvorstand des VKSK (Verband der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter in der DDR) zeichnete die Sparte 1985 als "Hervorragendes Spartenkollektiv" und für "Vorbildliche Leistungen im Sozialistischen Wettbewerb" aus. Dank sehr guter züchterischer Leistungen wurde fünf Verbandsfreunden vom Zentralvorstand das Prädikat "Anerkannte Rassekaninchenzucht" und zwei Mitgliedern das Ehrendiplom "Hervorragender Kaninchenzüchter" verliehen. Doch in der DDR waren selbst Kaninchenzucht- und Kleingärtner-Verbände - so auch die Weferlinger Sparte - in die Planwirtschaft einbezogen und mussten zur Sicherung Ernährungs- und Rohmaterialbasis durch vereinbarte Lieferungen von Kaninchen, Fellen, Obst und Gemüse an den Handel beitragen. Durch den Wegfall der beachtlichen staatlichen Aufkaufprämien ging aber nach der deutschen Wiedervereinigung die Zahl der Kaninchenhalter spürbar zurück.

Nach der Öffnung der innerdeutschen Grenze konnten sich Zuchtfreunde vom Verein F 517 Grasleben an Veranstaltungen beteiligen, woraus sich eine gute Zusammenarbeit entwickelte. Beide Vorstände vereinbarten, sich auf Ausstellungen gegenseitig zu unterstützen, was sich noch immer bewährt.

Mit der Wende fielen auch die DDR-Sperrgebietsbestimmungen; nun konnte die 19. Kreisverbandsschau der Kaninchenzüchter am 7. und 8. Dezember 1991 hier in Weferlingen stattfinden. Dazu erstellte der Weferlinger Verein erstmals einen Ausstellungskatalog.

Heute gehört der Weferlinger Rassekaninchen-Zuchtverein wieder zu den mitgliederstärksten im Ohrekreis. Besonders erfreulich ist es, dass er auch einige Jungzüchter in seinen Reihen hat. So ist zu hoffen, dass in Weferlingen das schöne Hobby nicht nur eine Vergangenheit, sondern auch eine Zukunft hat.

(Quelle: www.weferlingen.com)